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#FESTREAM19

26.12.2019 10–12h

25.12.2019 10–12h

Warum es hilfreich ist, die Gegenwart vor dem Hintergrund von Geschichte und Theorie zu reflektieren?

  • “Sag mir wen du fragst und ich sage dir, welche Geschichten dir aufgetischt werden.”
  • Die Unterscheidung von “Zukunft” — welche definitorisch nie da ist —”Vergangenheit” — welche definitorisch immer schon vorbei ist — und “Gegenwart” — welche je nach gefragter Hirnforschung einige Millisekunden oder vielleicht sogar eine ganze Sekunde lang dauern mag, ist eine plausible Konstruktion: So erleben ich mich mein Leben. (Du auch?) Früher zeigten jedenfalls die Bilder, welche ich von mir gemacht habe, einen jungen Mann. Heute zeigt mein Smartphone einen alten Mann. Es muss wohl so sein: Ich komme aus der Vergangenheit und werde in die Zukunft gepresst. Das ist für mich so. Aber ist es auch so? Würde eine Wolke die gleiche Geschichte erzählen? Der Raum, in welcher sich die Welt um sich selbst dreht und um die Sonne torkelt? Und die Zeit? “Möglichst einfach, aber nicht einfacher.” (Albert Einstein, kennsch?)
  • Die Geschichte schreiben stets die Sieger. Die Erfolgreichen. Die Mächtigen. Jedenfalls solche, welche die Mittel haben, ihr individuelles erleben so festzuhalten, dass es später anderen zur Verfügung steht und diese sich darauf beziehen können.
  • Lass uns Geschichte schreiben. (So?)

Die Negativ-Liste

  • Keine Koppelung an Familie, Blut & Boden (so?)
  • Keine Koppelung an Parteienpolitik.
  • Keine Koppelung an Universität.
  • Keine Koppelung an Schule.
  • Keine Koppelung an Massenleitende Medien.

Die Siegerinsitutionen von Neuzeit, Aufklärung, Moderne sind äusserst aggressiv mit ihren Vorgängerinstitutionen umgegangen: Die Könige wurden ermordet. Die Klöster aufgelöst.

Ok: Die kleinen Mädchen träumen noch immer von einem sie rettenden Prinzen. Wenn der König von Schweden seinen noblen Preis verteilt, sinken die profiliertesten Professoren in die Knie. Und der Papst ist auch noch da. GOTT SEI DANK.

Was hier ausgedrückt werden will: Die vier Industriellen Revolutionen, haben unterschiedliche Anforderungen an Menschen gestellt.

  1. Mechanisierung
  2. Maschinisierung
  3. Automatisierung
  4. Digitalisierung

Die Menschen haben sich in diesem Wandel immer wieder anders organisiert. Die Zünfte sind heute nicht mehr so wichtig. Scheinbar. Politische Parteien sind ganz wichtig. Scheinbar. — Einige Ideen haben sich bewährt. Andere nicht. Wiederum andere sind das Problem selbst. Kurzum: Es geht darum zu lernen. Ganz schnell. Und das zu nehmen, was passt. Wir nennen es

#Xerocracy: RULED BY COPY/PASTING BEST PRACTICE.

Die aktuellen Herausforderungen…

  • die ökologische
  • die ökonomische
  • die kommunikative

…sind globale Herausforderungen. Wir Menschen im Westen — wie wir genannt werden und wie wir uns selbst nennen — lernen gerade, dass es auch noch andere Menschen gibt. Im Osten. Im Süden. Im Norden. Wir beschreiben uns als eine #Weltgesellschaft. (Damit sind jene anderen möglicherweise nicht einverstanden. Aber wir — wir im Westen — können nicht mehr anders, als uns als Teil von etwas Grösserem zu sehen. Wir haben missioniert, kolonialisiert, wir führen (illegale) Kriege: Im Namen der Freiheit, der Demokratie, der Menschenrechte. Das ist nicht ok. Es muss aufhören. Sofort.

Mehr noch: Wir lernen auch gerade, dass “wir Menschen” teil von Natur sind. Das Tiere auch Gefühle haben, auch denken können, sich verhalten wie wir uns auch verhalten: In Horden, als Mitläufer, als eingebundene in Soziale Zusammenhänge. Lass es uns #Universalismus nennen.

Die Positiv-Liste

  • #agree2disagree (Konsens zur Uneinigkeit)
  • #Weltgesellschaft (thing global — act local)
  • #Universalismus (Mensch als Teil von Natur)
  • Geld als Mittel zur Freiheit
    (In einer totalkapitalistischen Gesellschaft, welche Geld gedruckt wird, grad wie es “der Wirtschaft” nützt”, kann es nicht sein, dass die “Nationalbanken” die Banken mit frischem Geld bedienen und die Menschen als ICH AG sich im Job-Center umdressieren lassen müssen.
  • #Xerocracy — Ruled by Copy/Pasting Best Practice (#Anarchie — Vermeidung von Herrschaft über andere — als anspruchsvollere Form von #Demokratie — Herrschaft der Beherrschten.)

24.12.2019 10–12h LABOR SCHWEIZ

23.12.2019 10–12h

Notizen für den Schreibprozess
Die ganze Playlist von WikiDienstag.ch ProdUsing #DataLiteracy

(…)

FRüHERE EINTRäGE RUND UM WIKIPEDIA

UNSERE BüCHER

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Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Bis 2010 Macher von rebell.tv. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Ruhendes Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Sommer 2014 lebt und arbeitet er in Zürich: #dfdu.org AG, Konstellatorische Kommunikation. (Entwicklung von Pilot und Impulsprojekten, gegründet 1997 mit Tina Piazzi.)

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