Wie weiter nach #NoBillag? — ANSCHLäGE AUF DIE DEMOKRATIE — Was tun?

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Die Bomben im Namen der Demokratie — Ikonisches Bild #1968kritik
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Die Bomben im Namen der Demokratie — Ikonisches Bild Irak nach 9/11
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Die Bomben im Namen der Demokratie — Ikonisches Bild Drone Papers (TheIntercept.com)

LIVE-BLOGGING (Passagen & Fragmente | reload ;-)

[Textsorte: Blitz, Bekenntnis]

Sie finden, so zu schreiben sei empörend? Ja. Finde ich auch. Sich empören meint, sich empor zu heben. Aufzustehen. Den aufrechten Gang zu wagen. Nein: Nicht “die Wahrheit” gegen “die Lüge” verteidigen. (Das tun andere: Im Namen der Aufklärung, der Freiheit, der Demokratie.)

Lernen von der Schweiz” (Serie)

Der Kollateralschaden ist gigantisch. Wer wird es zugeben?

Selbst Christoph Blocher interessierte sich nicht um ein JA zu #NoBillag, plaudert Roger Schawinski in seiner wöchentlichen Ego-Show aus. Blocher wäre damit der gewichtigste stategisch-JA-Sager gewesen. Roger Schawinski war ein bekennender strategisch-NEIN-Empfehler. Er wusste schon früh: “Internet hat keinen Zusatznutzen” (Archiv rebell.tv). Und daran hielt er fest. Sein Buch “No Billag” war die härteste, ausformulierte Kritik am Schweizer Radio und Fernsehen. Bei der Vernissage liess der ehemalige “Boss eines deutschen Unterschichtenfernsehens” (Harald Schmidt) die SRG-Verwaltung in Bern in den Erdboden verschwinden. Sogar der Moderator fühlte sich wohl an 9/11 erinnert und Griff sofort ein. Früher gab Schawinski zu Protokoll: “Es muss Blut fliessen.” Aggressivität wurde von vielen anderen im letzten Jahr geboten. Aus Liberal wurde Libertär. Aus Libertär Nazis. Am übelsten Daniel Binswanger: Er schaffte es irritationslos, die Zeichenkette #Euthanasie unterzubringen… Dabei würde ich die These der von ihm rezensierten Autoren stützen: Jene, welche lauthals vorgeben, dass sie “Die Demokratie” retten wollen, zerstören sie. Vor der laufenden Kamera des “Professionellen Informationsjournalismus” (foeg/Mark Eisenegger). Perfider formuliert also:

Der Kollateralschaden ist gigantisch. Wer kann es sich leisten, es nicht zuzugeben?

(…)

Das Wissen der Politprofis vs. Die Kriegsmetaphern

Soweit ich sehe, ist keine der NEIN Kampagnen ohne wüste Zerstörungs-, Kriegs- oder Sprengungsmetapher ausgekommen. Das Arbeiten mit Bildern, Metaphern, Analogien hat eine riesige Tradition. Und ist aus der Kommunikation zwischen Menschen kaum weg zu denken.

#Reform500 kannte den Bildersturm. Aus präzis diesem Grund… Vergleiche dazu der aktuelle Zwingli-Film gleich zu beginn meines SNAPerimentes.

Dass der Anschlag auf “Die Demokratie” — was auch immer das sein mag — gelungen ist, kann in der Beobachtung der Berichterstattung der ersten Woche nach der Abstimmung gezeigt werden. (Siehe unten.)

(…)

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Medienkritik 2011 von Mikael Krogerus und Roman Tschäppeler

Die Vierte Gewalt. Ein Missverständnis

Wenn Demokratie nur noch von der “Vierten Gewalt” geschützt würde, wären “Die Medien” die Destruktiven. Genau das wollte die #Medienkritik 2011 zeigen. Genau dieser Fall ist — nicht erst 2018 — fotografierbar geworden.

Claude Longchamp verweist auf 5 Regime, welche für eine Demokratie gegeben sein müssen. Medien kommen dabei nicht vor. Genau gleich beim Klassiker des Staatsrechts: Häfelin/Haller.

OHNE JOURNALISMUS KEINE DEMOKRATIE war der erpresserische Schlachtruf von @_project_r welcher einen “pervertierten Journalismus” zeichnete, um für sich selbst an ein Crowd Funding zu kommen: “Die Menschen sind blöd”. All dies unmittelbar vor #NoBillag.

(…)

Die Inszenierung der Strohmänner der Initianten

Ohne drei #SRFarena Sendungen wüssten wir wohl bis heute nichts von den Initianten. Das wäre auch gar nicht weiter tragisch. Die Personalisierung von Themen ist eine Folge eines boulevardesken Journalismus. Dort braucht es HomeStories. Das haut rein. Das wollen “die Leute” sehen. “Die Menschen sind blöd” (Constantin Seibt).

Bei einer (guten) Volksinitiative geht es aber eben gerade nicht um Menschen. Sondern um Fragen. Dazu mehr hier: Democracy for Dummies.

Die Strategischen NEIN #NoBillag Sager

  • Die Kreativen von der ZhdK
  • Die Polityoungster von Operation Libero
  • Die NGO’s
  • Die Wissenschaften
  • Die Gebührenprofiteure (Privatradios, Schweizer Filmszene, Sportverbände etc)

(…)

Das heisse Engagement der Medienwissenschaften

  • Vinzenz Wyss: Startete als Fan. Wurde stiller
  • Mark Eisenegger/foeg: Jahrbuch
  • Manuel Puppis: #mediaforti
  • Philipp Sarasin: Blog G_der_Gegenwart, #YoBillag

Das aggressive Schweigen der Wissenschaften

  • Jakob Tanner. (Aus Angst vor der Weltwoche ;-)
Dr. Thomas Held. Die Herausforderung kann nicht die Unterscheidung Alt/Jung reduziert werden.

Wissenschafter welche sich konstruktiv einbrachten:

Der Endsieg der 68er

  • Der lange Marsch durch die Institutionen
  • Macht aus dem Staat Gurkensalat
  • PAPAS KINO IST TOT — Es lebe Opas Kino

(…)

Die Boulevardisierung “der Medien” mit Web 2.0

  • ringier: Blick
  • swisscom: Bluewin (Gratis)
  • tamedia: 20min (Gratis)
  • AZmedien: watson (NativeAds)
  • Blocher: Zehnder (Gratis)
  • BranchenNews: persoenlich/kleinreport (Gratis)

Die erste Woche

(…)

Sonntag

Hauptausgabe der Tagesschau. (“Es gibt keinen Interpretationsspielraum.” Framing des ersten Beitrages durch Intro zu Beitrag 2.)

Montag

#RogerSchawinski (Auch Christoph Blocher wollte kein JA zu #NoBillag, Roger nutzt die zwei Gäste, seiner Idee für die Hearings zu verstärken.)

Dienstag

#SRFmedienclub (Die Formate #YoungBulanz #2amorge: Die Kinderchen müssen eben dort abgeholt werden wie sie sind: doof. (fast explizit, der moderator. abfilmen!))

Mittwoch

Im Kreuzfeuer #SRFdok (Internet spielt keine Rolle. Kommt nicht vor. Die User sind entweder Studis von der Uni auf begeistertem Studiobesuch, welche wohl einen Job wollen. Oder aber Leserbriefschreiber (mit vielen Fehlern!) oder Anrufende in der Telefonzentrale.)

Entweder führt #GillesMarchand die SRG unter völlig falschen Prämissen, oder Leutschenbach brennt zu 71,6% (so?)

(Podcast) und drei Beispiele:

Was ist eigentlich die Herausforderung?

Wie vor 50 Jahren #PaulWatzlawick über Kommunikation nachdachte, beschäftigte ihn noch “Menschliche Kommunikation”. Er begründete mit seinen 5 Axiomen einen Zugang, welche von Komplexität ausging und nicht mehr von Kompliziertheit.

Heute können wir vielleicht erst verstehen, woran er arbeitete. Und die, welche wir immer mehr Teil von “Computer Mediated Communication” #CMCzrh sind, können nicht mehr von “Menschlicher Kommunikation” ausgehen. Vergleiche dazu den Versuch in “Das Manifest der Ordnung durch #Computer”:

Sozialräumliche Sozialarbeit denkt ähnlich wie andere Handlungswissenschaften— zum Beispiel die Notfallmedizin oder “Public Health” — vom Worst Case aus.

Eine nächste Gesellschaft, welche — schon wieder — 3 Stände kennt:

Was tun?

Naja. Was mich angeht: Ich mache was ich kann ;-)

Und: Was den Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit angeht, dazu liegen zwei Bücher vor: DIE FORM DER UNRUHE® (Band 1, Das Statement: 2009 | Band 2, Die Praxis: 2010)

#dfdu AG
asylstrasse 9
ch 8032 zürich
sms@dfdu.org
+41 79 21 999 22

ANSCHLAG AUF DIE DEMOKRATIE — Archiv rebell.tv ˆping
ANSCHLAG AUF DIE DEMOKRATIE — Bomben auf London (Archiv rebell.tv)
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Stefan m. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Autor, Künstler.

Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Bis 2010 Macher von rebell.tv. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Sommer 2014 lebt und arbeitet er in Zürich: #dfdu.org AG, Konstellatorische Kommunikation. (Entwicklung von Pilot und Impulsprojekten, gegründet 1997 mit Tina Piazzi)

@sms2sms | #dfdu AG konstellatorische kommunikation | ex rebell.tv | dfdu.org | zettelkasten: dissent.is | WikiDienstag.ch ProdUsing #DataLiteracy

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